Kennst du das – eine Eigenschaft, die dir eigentlich hilft, bringt dich manchmal trotzdem an deine Grenzen?
Bei mir ist das so:
Ich bin eine Macherin. Ich setze Dinge schnell und zuverlässig um – das ist meine
Superpower.
Doch manchmal wird sie mir zum Verhängnis.
Ich gerate ins blinde Tun.
Ich mache, organisiere, erledige – und merke erst spät: Ich bin erschöpft.
Dann wird aus Stärke plötzlich Stress.
Das Lösung: Jede Stärke braucht ihr Gegenstück
In meiner Arbeit nutze ich oft das Wertequadrat nach Schulz von Thun – ein Modell, das zeigt, dass jede Stärke erst dann kraftvoll wird, wenn sie im Gleichgewicht mit ihrem Gegenwert steht.
Meine Stärke ist das Machen.
Ihr Gegenstück ist das Innehalten.
Beides gehört zusammen –
so wird aus blinder Aktivität bewusste Wirksamkeit.
Wie du deine Schwäche zur Stärke machst
Wenn du also merkst, dass eine Eigenschaft dich manchmal überfordert oder blockiert,
frag dich:
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Welche positive Qualität könnte dahinter stecken?
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Und was wäre die wertvolle Ergänzung, um sie in Balance zu bringen?
Beispiel:
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Aus „Kontrollbedürfnis“ wird Verantwortungsbewusstsein – mit der Ergänzung von Vertrauen.
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Aus „Ungeduld“ wird Tatkraft – mit der Ergänzung von Gelassenheit.
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Aus „Zögerlichkeit“ wird Reflexionsfähigkeit – mit der Ergänzung von Mut.
So wird aus Schwäche Stärke – nicht durch Verdrängen, sondern durch Bewusstsein.
Ich erlebe in meinen Coachings immer wieder, wie Menschen dadurch plötzlich neue
Perspektiven gewinnen:
Ihr Umfeld sieht ihre Stärken – aber sie selbst erleben sie oft als Belastung.
Das zu verändern, beginnt mit einem kleinen Schritt: Selbstbeobachtung ohne Bewertung.
Wie ist das bei dir? Welche Eigenschaft stört dich an dir oder anderen?
Was könnte Positives dahinter stecken? Und welchen Ausgleich braucht es gerade?
Übrigens: Das Werte- und Entwicklungsquadrat ist auch ein sehr hilfreiches Tool für die Führungsarbeit. Wenn eine Eigenschaft von Mitarbeitenden immer wieder "stört", dann kannst du die Methode auch hier anwenden, um das Positive dahinter zu sehen und herauszuarbeiten, was es gerade braucht.
Wenn dich das inspiriert hat, dann…
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leite den Link zum Blogartikel gerne an jemanden weiter, dem er gerade guttun könnte
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oder schreib mir, was er bei dir ausgelöst hat – ich freue mich, von dir zu hören!

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